Den Zwang zum Wachsen oder Weichen überwinden

– Solidarische Landwirtschafts als Einstigsprojekt zu einer Solidarischen Landwirtschaft

Alexis Passadakis spricht mit Rolf Künnemann von Fian

1.) Wie funktioniert euer Konzept der Community Supported Agriculture (CSA) oder Solidarischen Landwirtschaft? Wie unterscheidet es sich vom Modell der „Bio-Kiste“?

Bei der Solidarischen Landwirtschaft verbindet sich eine Gruppe von Menschen (meist aus der Stadt) langfristig mit einem Hof. Sie finanziert den Hof jeweils für ein Jahr im Voraus, übernimmt – gemeinsam mit den LandwirtInnen auf dem Hof – das wirtschaftliche Risiko und bestimmt mit, was (und wie) angebaut wird. Dafür erhält diese Hofgruppe die vom Hof hervorgebrachten Lebensmittel ohne Bezahlung. Die Motivationen, bei einem solchen Gemeinschaftshof mitzumachen, sind vielfältig. Weiterlesen

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Décroissance – 12 lignes de fuite pour une économie solidaire au-delà de la croissance

Maintenant notre feuille de résumé sur le thème de décroissance – écrit pour le débat de Attac Allemagne – est disponible en francais (PDF).

1.) Notre but: une justice sociale concrète pour tous

Quel est le but de notre critique de la croissance, et pourquoi sommes-nous convaincus qu’il est essentiel d’ébaucher dès maintenant une réflexion sur une économie de décroissance ? Notre but est de faire adopter un ensemble de droits sociaux à l’échelle planétaire afin que tous puissent jouir d’un bon niveau de vie. Notre alternative pour décroissance solidaire ne s’appuie pas seulement, comme c’est le cas pour plusieurs variantes de la critique de la croissance, sur des notions abstraites comme « la survie de l’humanité » ou « la sauvegarde de la nature ». De telles approches risquent de masquer les droits sociaux des personnes et des groupes. Nous recherchons plutôt l’égalité et la justice sociales ici et maintenant, ainsi que pour l’avenir. Exactement comme lorsque les paysans anglais se faisaient éjecter de leurs terres communales par l’aristocratie terrienne, la question sociale ne peut être dissociée de la question écologique – comme cela a été trop souvent le cas. Après des décennies où les transnationales se sont emparées de plus en plus de ressources naturelles, si nous pensons à l’accélération de la crise de l’environnement (crise climatique, pic pétrolier, perte de biodiversité, érosion des sols, etc.) et à la menace qu’elle représente pour la survie de centaines de millions, la justice (planétaire) signifie nécessairement une justice à la fois sociale et environnementale. L’un des principaux chemins pour y arriver est décroissance solidaire. Weiterlesen

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Solidarische Postwachstumsökonomie als Attac-Projekt

Als die globalisierungskritischen Bewegungen Ende der 90er Jahre die politische Bühne betraten, standen klugerweise die Pluralität der Kritik am Neoliberalismus im Vordergrund und nicht der Versuch all die heterogenen Akteure auf ein Alternativmodell festzulegen. Das gleiche galt und gilt auch für das Attac-Netzwerk. In diesem kakophonischen Forderungskonzert von keynesianischen und postkapitalistischen Alternativen gab es von Anfang an auch wachstumskritische Töne. Weiterlesen

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Wachstumsenquete ohne Fachfrauen? Appell unterzeichnen!

Dass öffentliche Gremien nur selten geschlechtergerecht besetzt sind, ist leider immer noch die Normalität. Dass jedoch die Experten einer Bundestags-Enquete, eingesetzt um zentrale Zukunftsfragen – Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität – zu diskutieren, zu 100 Prozent aus Männern besteht, ist ein doppelter Skandal. Nicht nur werden so fundamental wichtige Perspektiven ausgeklammert – sondern feministische Ökonominnen haben viele der Grundlagen gelegt, auf denen die heute so hochgehaltene Kritik am BIP beruht (für eine kritische Einschätzung der Kritik am BIP gibts hier). Weiterlesen

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Degrowth, Energiearmut und die Autonomie sozialer Bewegungen in Bolivien

Wie teuer sollte Energie sein? Und: Wie teuer soll Energie auf dem Weg zu einer (solidarischen) Postwachstumsökonomie werden? Im Zuge der Transformation des Weltenergiesystems ist dies eine der zentralen Konflikte. Unter denjenigen mit einer ökologischen Perspektive – durchaus unabhängig von der Wachstumsfrage – stoßen zwei Positionen aufeinander. Die (öko-)liberale Perspektive fordert die Streichung von Subventionen und die Erhöhung der Energiekosten, um die „wahren“ Kosten von Energie abzubilden. Mit Hilfe des Preises sollen so genannte „externe Effekte“, in diesem Fall Umweltschäden wie durch die Treibhauswirksamkeit von C02-Emissionen verursacht, in die Preiskalkulation einfließen. Die Gegenposition sieht das soziale Recht auf Energie für alle im Vordergrund und betont die Verfügbarkeit günstiger Energie für arme Bevölkerungsgruppen. Außerdem wird negiert, dass mittels des Preismechanismus der notwendige strukturelle Umbau angegangen werden kann. Denn statt die existierenden Konsummuster zu verändern, komme es lediglich zu einer Verschiebung durch soziale Spaltung.

In den letzten Jahren nimmt die Intensität von sozialen Kämpfen gegen hohe Energiekosten zu. Sowohl in Europa (z.B. in GB), als auch insbesondere im Süden. Jüngstes Beispiel waren in den vergangenen Wochen die Proteste in Bolivien. Besonders ist die bolivianische Konstellation, weil sich die dortigen sozialen Bewegungen sowohl gegen hohe Preise von Grundgütern wie Energie wenden, als auch sich dem neo-extraktivistischen Entwicklungs-/(Wachstums)modell widersetzen. Weiterlesen

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No cuts, no growth! Gewerkschaften und Wachstumskritik

Die Debatte zwischen keynesianischen, gewerkschaftlichen, wachstumsortientierten vs. wachstumskritischen, auf globale ökologische Gerechtigkeit abzielenden Transformationsprojekten ist zentral. Das Neue Deutschland beschreibt diese in einem Artikel unter Bezug auf den Apell von europäischen Decroissance-Gruppen an Gewerkschaften zum Aktionstag im Herbst 2010, der hier übersetzt wurde. Wichtig ist, bei dieser Diskussion nicht bei der Beschreibung des „tiefen Grabens“ stehen zu bleiben, sondern konstruktive und offene Debatten zu führen. Der Kongress Jenseits des Wachstums?!, den Attac mit Kooperationspartnern vom 20. bis 22. Mai in Berlin veranstaltet, hofft dazu einen Beitrag zu leisten. Weiterlesen

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Kritik an Loskes Wachstumskritik

In der heutigen taz (Bremen) trauert Benno Schirrmeister über die intellektuelle Entwicklung eines programmatischen Kopfes der Grünen und verreist dessen jüngstes Büchlein „Abschied vom Wachstumszwang“ – Reinhard Loske. Relevant ist Loskes Beitrag insbesondere im Kontext der bald beginnenden Enquete-Kommission des Bundestages „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“, die wesentlich auf betreiben seiner Partei installiert wurde. Allerdings lässt Schirrmeisters Rezenssion nicht viel Gutes ahnen, was den Diskussionsstand in der Partei im Vorfeld der Enquete angeht. Das „Bemühen nicht anzuecken“ charakterisiert für den taz-Journalisten das Bestreben Loskes.
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