It’s political-economy, stupid! – John Bellamy Foster kritisiert Latouche

In einem Beitrag für Red Pepper kritisiert der Ökosozialist Foster den oft philosophisch-kulturatistischen Ansatz von Latouche und fordert stringentere Kategorien der politischen Ökonomie ein. Ohne die Funktionsweise der Kapitalakkumulation ernst zu nehmen, hingen die Konzepte von Latouches „décroissance“ in der Luft.

Hier der Text von Foster.

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Wirksamer Klimaschutz bedeutet Wachstumskritik!

Von Kathrin Henneberger

Ambitionierte Klimaschutzpolitik muss den Wachstumszwang der Weltwirtschaft in Frage stellen. Dazu sind auf den UN- Klimaverhandlungen nur sehr wenige bereit.

Die Ergebnisse von Cancun

Die UN- Klimakonferenz in Cancun ist zu Ende. Die Länder feierten am letzten Tag euphorisch sich selbst und die Ergebnisse:

  • 193 Länder erkennen das Zwei Grad Ziel an. Bis 2015 soll geprüft werden ob das Ziel auf 1,5 Grad gesenkt werden soll.
  • Der Klimafond „Green Climate Fund“ soll von der Weltbank (trotz Protest von mehreren Entwicklungsländern) treuhänderisch verwaltet werden. Das Gremium dieses Fonds wird mit jeweils zwölf Vertretern der Industrie- und der Entwicklungsstaaten besetzt. Weiterlesen
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Gegen das Wachstum der Austerität

Anlässlich des Aktionstags des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) am 29. September gegen den Sozialkahlschlag in Europa veröffentlichten zahlreiche Décroissance-Gruppen aus  Belgien, Frankreich und Spanien einen Appell an die Gewerkschaften mit dem Wachstumswahn zu brechen. Das Motto der Brüssler Gewerkschaftsbürokartie lautete zunächst „No cuts, more growth“. Nach interner Kritik wurde es immerhin zu „No to austerity – Priority for jobs and growth!“ (Nein zu Sparmaßnahmen. Vorrang für Beschäftigung und Wachstum) erweitert.
Angesichts der dramatischen Kürzungspolitik, die bei dem parallel stattfindenden Treffen des ECOFIN auf der Tagesordung stand, war dieser Aktionstag mit einer Großdemo in Brüssel und einem Generalstreik in Spanien bitter nötig und zumindest punktuell ein Mobilisierungserfolg. Allerdings ging er medial völlig unter, war nicht in eine langfristige Strategie des EGB eingebettet und blieb somit Symbolpolitik.

Mit ihrem Appell „Gegen das Wachstum der Austerität“ positionierten sich eine Vielzahl von Gruppen der Décroissance-Bewegung gegen die wirtschaftspolitische Ausrichtung des EGB, um sich gleichzeitig mit der sozial- und gesellschaftspolitischen Stoßrichtung zu solidarisieren und zu einem Dialog einzuladen (hier der Appell in fr. & dt.):

Sich dem Wachstum der Austerität widersetzen

Appell an die Gewerkschaften

Anlässlich der Euro-Demonstration am 29. September 2010 wendet sich eine europäische Allianz verschiedener Organisationen von WachstumsverweigererInnen (objecteurs de croissance) an die Gewerkschaften. Die WachstumsverweigererInnen fordern die Gewerkschaften auf, einen anti-produktivistichen Bruch zu vollziehen, da sie sonst weiterhin die destruktive Logik der Ökonomie aktiv unterstützen. Die WachstumsverweigererInnen schlagen vor, „das gute Leben“ statt das „immer mehr“ anzustreben, die Arbeitszeit erheblich zu reduzieren, und sich für ein ausreichendes Mindesteinkommen für alle einzusetzen. Weiterlesen

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12 lines of flight for just degrowth

Now, our stirring paper for the debate of Attac Germany about degrowth is available in English – here.

1.) Our goal: Social rights – global and concrete

What is our goal in criticising growth, and why do we think it necessary in principle to sketch lines of flight for a degrowth economy at this juncture? Our goal is to establish social rights globally, such that a good life is possible for everybody. Our alternative of a just degrowth economy is not simply focused on an abstract „survival of humanity“ or „saving nature,“ as are many varieties of growth criticism. This kind of perspective is in danger of obscuring the concrete social rights of individuals and groups. Instead, it aims at meeting the demand for social justice and equality in the here and now, and in the future. Weiterlesen

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Steady state economics – „Genug ist Genug“

In England (Leeds) fand im Sommer die erste Steady State Economy Conference statt, organisiert durch das Center for the Advancement of the Steady State Economy (CASSE) und Economic Justice for All (EJfA) – jetzt ist die Studie zur Konferenz erschienen, die einen spannenden Einblick in die Diskussionen der Postwachstumsszene in England liefert. In dieser Studie Enough is Enough. Ideas for a Sustainable Economy in a World of Finite Resources skizzieren eine Reihe von Autoren die Probleme der Wachstumsökonomie, vor allem aber einige zentrale Aspekte einer stabilen – steady state – Ökonomie. Anders als in den Debatten bisher wird der steady-state nicht im Gegensatz zu Schrumpfungskonzepten – degrowth – verstanden, sondern es wird argumentiert, dass eine Reduktion der Größe der Ökonomien im globalen Norden – das Beispiel ist hier immer das UK – notwendig ist, dass jedoch bereits jetzt die Funktionsweise einer stabilen Ökonomie beschrieben werden soll, die nach dem degrowth kommt. Weiterlesen

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Gipfelwirren – Neues von der IEA zu Peak Oil

Bei der Pressekonferenz ihres jährlichen Berichts „World Energy Outlook“ gibt die Internationale Energie Agentur (IEA) unfreiwillig neue Hinweise auf die Stimmigkeit der Peak-Oil-These, d.h. eines zeitnahen Erreichens des Fördermaximums von Erdöl.

In Ihrem Bericht zeigt die IEA eine Graphik, die ein Förderplateau von konventionellem Öl für die Jahre 2003-2007 annimmt. Anschließend gibt es einen leichten Rückgang, der sich auf ein neues allerdings eben leicht niedriges Plateau stabilisiert, wenn a.) zügig ab jetzt genügend neue Felder entwickelt werden und b.) ab ca. 2014-2015 erhebliche noch gar nicht entdeckte Felder entwickelt werden.


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Attac-Kongress „Jenseits des Wachstums“ 2011

Seit ein paar Tagen steht der Termin! Vom 20.-22. Mai 2011 wird der Kongress „Jenseits des Wachstums“ von Attac & Partnern in Berlin stattfinden. In Planung sind mehr als sechs Dutzend Veranstaltungen, sowohl die Kontroverse zwischen links-/öko-keynesianischen Postitionen und wachstumskritischen Konzepten beleuchten, als auch Alternativen für eine solidarische Postwachstumsökonomie skizzieren werden. Erste Infos hier.

 

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